Anne Czichowsky Quintett – Keepers Of The Flame

Dienstag, 30.05.2017 – 20:00 Uhr
Klapsmühl’ am Rathaus [D6, 3], € 13,-/9,-/5,-

Besetzung
Anne Czichowsky – vocals
Thilo Wagner – piano
Martin Wiedmann – guitar
Jens Loh – bass
Matthias Daneck – drums

„… eine der technisch perfektesten Jazzsängerinnen
inner- und außerhalb des Ländles.“ (jazzthing)

Die Jazzsängerin Anne Czichowsky machte sich einen Namen durch internationale wie nationale Preise und löste mit ihren Konzerten und ersten CDs ein großes und durchweg begeistertes Echo aus. Sie zählt mit der inzwischen in Deutschland eher selten zu findenden Vorliebe für Bebop und Scatgesang zu einer der „keepers of the flame“.

Wer Anne Czichowsky kennt weiß, dass sie sich nicht als Solistin vor die Band stellt, sondern sich vielmehr als fünftes Instrument in die Band integriert. Sie sucht stets die Konversation und Interaktion mit ihren Musikern und diese wiederum finden viel Raum für solistische Highlights. Hier begegnen sich fünf Musikerpersönlichkeiten, die auf Augenhöhe miteinander spielen und sowohl als dialogfähige Einheit agieren als auch als virtuose Solisten in den Vordergrund treten.

„Keepers of the flame“ heißt das neue Programm dieser bestens eingespielten Formation, das den Straight Ahead Jazz vorwiegend mit elegant swingenden Eigenkompositionen und beseelten Standardarrangements feiert. Das Anne Czichowsky Quintett kann man zu den zeitgenössischen Meistern dieser Disziplin in Deutschland und darüber hinaus zählen. Das Entspannte und doch Antreibende, das dem Swing so eigen ist, wird von diesem Quintett ausgiebig zelebriert.

Sebastian Gramss / Hayden Chisholm / Philip Zoubek – SLOWFOX

Dienstag, 16.05.2017 – 20:00 Uhr
Klapsmühl’ am Rathaus [D6, 3], € 13,-/9,-/5,-

Besetzung
Hayden Chisholm – sax
Philip Zoubek – piano
Sebastian Gramss – bass

Von allen unkonventionellen Projekten, die Sebastian Gramss initiiert hat, ist Slowfox das melodischste. Grundsätzlich richtig, gleichwohl sollte auch diese Feststellung in Relation gesehen werden. Selbstverständlich sind ECHO-Preisträger Gramss, Hayden Chisholm und Philip Zoubek viel zu refl ektiert, um sich aufs dünne Eis des Entertainment zu verirren. „Wir laden die Hörer ein, indem wir an Vertrautes anknüpfen“, beschreibt Sebastian Gramss den Ausgangspunkt, von dem aus das Trio eine kammermusikalische Ästhetik des Nachspürens entwickelt. Die Musik lebt von einer feinsinnigen Tiefe, in der es viel zu entdecken gibt: harmonische Raffi nesse, elegante Klangideen, subtile Imaginationskraft.

Bandleader Gramss, der auch als Produzent wirkte, nennt die Musik „Melodic Avantgarde“. Anders aber als jene umstürzlerische Avantgarde früherer Dekaden verändert Slowfox bestimmte, aber eben nicht alle gängigen Parameter. Der offene Ansatz des Trios bringt ausgefuchste Strukturen und Improvisationen zusammen, spricht gleichermaßen Intellekt und Herz an. Statt plakativer Rasanz oder Muskelspiele gibt es hier atmosphärische Zwischentöne und schlanke Klänge, die sich in transparenten Arrangements verzahnen.

Neuer Deutscher Jazzpreis 2017: Ein Video-Rückblick

Es war ein großartiges Festival-Wochenende, mit vielen hochkarätigen Musikern, drei einfallsreichen Komponisten und einer grandiosen Norma Winstone als Kuratorin! Für alle, die den Jazzpreis noch einmal Revue passieren lassen möchten, gibt es hier den Video-Rückblick von artmetropol.

Arne Huber Quartett

Dienstag, 09.05.2017 – 20:00 Uhr
Klapsmühl’ am Rathaus [D6, 3], € 13,-/9,-/5,-

Besetzung
Domenic Landolf – sax
Rainer Böhm – piano
Arne Huber – bass
Jochen Rückert – drums

Der Freiburger Bassist Arne Huber nennt seine neue CD „Im echten Leben“. Wumm! Mit bewährtem Werkzeugkoffer aus Saxophon, Piano, Bass und Schlagzeug öffnet er dem Alltag musikalisch Tür und Tor. Der Titel seiner CD ist eine Einladung an jeden, der unvoreingenommen einen Soundtrack zum Leben sucht, ohne sich von den starren Ritualen eines Genres die Gangart vorgeben lassen zu wollen. „Im echten Leben“ ist bereits die dritte Einspielung des Quartetts. In den Konturen scharf, in den Farben weich und von feingliedriger Präzision, ist jeder der neuen Songs für sich die Verhandlung einer Klangästhetik, die in der Klassik verankert ist, mit einem Vokabular, das aus dem Jazz kommt. Im Gegensatz zu vergleichbar besetzten Formationen hat das Arne Huber Quartett keinen gemeinsamen sozialen Background. Huber lebt in Freiburg, Rückert in New York, Landolf in Basel und Böhm in Köln. Der Berliner Saxophonist Wanja Slavin ergänzt das Quartett in drei Songs nicht nur um seinen speziellen Sound, sondern auch um ein weiteres Stück Horizont. Fünf Städte, drei Länder, zwei Kontinente auf einer CD. Umfassender geht es kaum. Eine CD wie im echten Leben.

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Made In Mannheim – Johannes Mann & Paul Janoschka

Dienstag, 02.05.2017 – 20:00 Uhr
Klapsmühl’ am Rathaus [D6, 3], € 8,-/5,-

Besetzung
Set 1:
Johannes Mann – guit / Paul Janoschka – piano

Set 2:
Marko Mebus – trp
Julius Gawlik – sax
Johannes Mann – guit
Paul Janoschka – piano
Jan Dittmann – bass
Johannes Hamm drums

Johannes Mann und Paul Janoschka begannen 2014 gemeinsam ihr Studium an der Musikhochschule Mannheim. Schnell lernten sich die beiden in verschiedenen Ensembles und Kneipen kennen.

In ihrem Duo spielen sie Eigenkompositionen und einige ihrer Lieblingssongs, die sie neu arrangieren und interpretieren. Der Aspekt der gemeinsamen Improvisation steht dabei immer im Vordergrund, sodass Raum für die Entwicklung eines lebendigen Dialogs geschaffen wird. Es entsteht ein geschlossener Gesamtsound, der als Ziel hat, möglichst viele farbliche Facetten der Instrumente in ihrem Zusammenklang zu präsentieren. Reduzierte, perkussive Fragmente wechseln sich mit orchestralen, flächigen Abschnitten ab und sorgen für eine besondere Klangvielfalt, in der Johannes Mann und Paul Janoschka Einflüsse aus Jazz, Progressive Rock und Klassik zu einem stimmigen Konzerterlebnis verbinden.

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Tobias Christl – Wildern

Dienstag, 25.04.2017 – 20:00 Uhr
Klapsmühl’ am Rathaus [D6, 3], € 13,-/9,-/5,-

Besetzung
Tobias Christl  – voice, keyboard
Peter Ehwald – saxophon
Tobias Hoffmann – guitar
Matthias Nowak – bass
Daniel Schröteler – drums

„Einer der außergewöhnlichsten Musiker des deutschen Jazz.“ (Der Freitag)
„Eine alle Genres überschreitende Musikvision.“ (Süddeutsche Zeitung)

Tobias Christl ist eine Rarität. Ein Sänger, den es so im deutschen Jazz noch nicht gab. Weder Crooner noch scattender Lautmaler. Und schon gar nicht als Jazzer getarnter Popmusiker. Eher schon kunstvoll-wandelbarer Geschichtenerzähler, irgendwo zwischen Indie und Improvisation. „Wildern“ ist ein Streifzug durch das dichte Unterholz von sechs Jahrzehnten Popmusik, durch Songs von Größen wie Sam Cooke, Leonard Cohen, Prince, Joy Division, Lana Del Rey, Tom Waits oder Rio Reiser.

Mit hörbarer Freude am Dekonstruieren, Abreißen und Umbauen entsteht hier wirklich neue Musik, reich an Ecken und Kanten, Kontrasten, Brüchen und unerwarteten Wendungen. Zugleich bleibt die Seele der Songs erhalten, je nach Betrachtungsweise könnte man sagen: Sie wird freigelegt. Der Jazzbegriff definiert sich für Tobias Christl ganz selbstverständlich aus der Summe aller persönlichen Einflüsse und Eindrücke, egal aus welcher Richtung. Und der Lust, aus diesen etwas Eigenes zu erschaffen, das sonst in keine Schublade passt und auch nicht passen soll. Und so ist auch „Wildern“ nicht Crossover oder Fusion – sondern ganz einfach Jazz. Punkt. (Punkt Punkt Punkt… der Trieb ist reißerisch und möchte nicht gezähmt werden.) Wildern!

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Achtung: Programmänderung heute Abend

Dienstag, 11.04.2017 – 20:00 Uhr
Klapsmühl’ am Rathaus [D6, 3], € 8,-/5,-

Leider ist Günter Lenz, der heute Abend in der Klapsmühl am Rathaus beim Jazz Tuezzday auftreten sollte, verhindert. Glücklicherweise haben wir zwei großartige Bands gefunden, die kurzerhand einspringen werden:

MusikProb
Duke Ellington, Gil Evans, Thommy Dorsey, Glenn Miller und co.
Musik von gestern. Aber immer noch fantastische Musik. Die Band versucht sich am vollmundig traditionellen Sound und zeitlosen Songs aus den jungen Jahren des Jazz.

Martin Nowak – Trompete, Arrangement und Komposition
Daniel Steigleder – Altsaxophon
Benedikt Jäckle – Tenorsaxophon
Thomas Lämmle – Baritonsaxophon
Thomas Weiland – Posaune
Freddie Andrey – Bassposaune
Paul Janoschka – Piano
Rosanna Zacharias – Bass
Jonas Esser – Schlagzeug
Antonio Garcia – Gesang

FK3
Musik mit eigenem Charakter zu komponieren und diesen in Improvisationen zu entwickeln und fortzuspinnen, darauf liegt der Schwerpunkt in den Stücken und Arrangements des in Mannheim lebenden Gitarristen Florin Küppers. An diesem Abend kommen dabei im Trio die besonderen Fein- und Freiheiten der kleinen Besetzung zur Geltung. Old School Swing bis Modern Jazz, von leise bis ganz laut, ruhig bis verstört, harmonisch bis verzerrt.

Florin Küppers – Gitarre
Jan Dittmann – Bass
Jonas Esser – Schlagzeug

Die Gewinner des Neuen Deutschen Jazzpreis

 

Das Publikum hat entschieden – die Sieger des Neuen Deutschen Jazzpreis sind:

  • Gewinner des mit 10.000.- Euro dotierten L-Bank-Bandpreises:
    Tamara Lukasheva Quartett
  • Gewinner des Neuen Deutschen Kompositionspreises: Nicolai Pfisterer
  • Gewinner des SIGNUM-communication-Solistenpreises: Tamara Lukasheva

Weitere Informationen hier

Neuer Deutscher Jazzpreis 2017

 

Das komplette Programm in der Übersicht gibt es hier

Freitag, 07. April 2017, 20.00 Uhr

Neuer Deutscher Kompositionspreis mit dem Haz’art Trio Extended
Kuratorenkonzert: Winstone / Gesing / Venier
Jazzpreis-Session

Samstag, 08. April 2017, 20.00 Uhr

Bandwettbewerb

Der SWR2 berichtet in der Sendung „Homezone“ über das Festival: Zum Beitrag

Martin Meixner – Up On A Hill

Dienstag, 04.04.2017 – 20:00 Uhr
Klapsmühl’ am Rathaus [D6, 3], € 13,-/9,-/5,-

Besetzung
Martin Meixner – Hammond B3, Wurlitzer, Moog Bass
Markus Birkle – guitars
Tommy Baldu – drums, FX

Martin Meixner ist nicht nur im Jazz zu Hause, sondern auch bei diversen Rock-, Pop- und Gospel-Produktionen mittlerweile ein gefragter Tastenmann. Nicht nur wegen seiner unnachahmlichen Klänge, die er aus seinen Vintage-Instrumenten zaubert.

Zusammen mit Markus Birkle an den Gitarren und Tommy Baldu am Schlagzeug stellt er heute Abend in der Klapsmühl’ sein erstes Soloalbum vor, welches ausschließlich aus Eigenkompositionen besteht und bei seinem eigenen Musiklabel meiXmusic im September 2016 erschienen ist.

UP ON A HILL ist eine einzige Liebeserklärung: ans Leben, an gute Musik, an so alles, was Tasten hat, ans Weitermachen, an seine Frau und auch an sich selbst. Auf einen Berg zu steigen, mit immer leichter werdendem Gepäck, oben anzukommen, zurück ins Tal zu blicken und dabei die Freude zu spüren am Immer-Weitermachen – er hat all das geschafft und elf wunderbare Songs aufgenommen. Und so hat die Liebesgeschichte eines Musikers, für den es zum Glück keine passende Schublade gibt und auch niemals geben sollte, tatsächlich noch ein Happy End, das umso schöner ist, weil man es glauben kann – so ehrlich und virtuos, wie es daherkommt. Es klingt eindeutig wie der Anfang von etwas sehr Schönem. Nach Versprechen.

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