Neuer Deutscher Jazzpreis 2019

Finalist/innen stehen fest!

Die Finalist/innen des Neuen Deutschen Jazzpreises 2019 stehen fest.

FINALIST/INNEN BANDPREIS:

Shreefpunk plus Strings

„Keine Angst vor Einfachem, keine Angst vor Komplexität“ ist das Motto von Shreefpunk plus Strings. Mit polyrhythmischem Charme und pulsierenden Grooves schaffen sie es dabei, ärgste Gegensätze mit stilsicherer Schöpfungskraft und virtuosem Witz aufzulösen: Anarchie vs. raffinierte musikalische Intelligenz, Chaos vs. Perfektion, Komplexität vs. unbändige mitreißende Spiellust. Das Komplexe befruchtet immer wieder das Einfache zur puren Freude an der Musik.

Matthias Schriefl | Trompete, Flügelhorn, Piccolotrompete, Bassflügelhorn, Alphorn, Stimme
Alex Eckert | Akustische Gitarren, Ukulele, Stimme
Alex Morsey | Bass, Tuba, Stimme
Sebastian Merk | Schlagzeug
Claudia Schwab | Violine, Trompete, Stimme
Marie-Theres Härtel | Viola, Flügelhorn, Stimme
Dee Linde | Violoncello, Tenorhorn, Stimme



Seibolzing

Auch wenn es der Name vermuten lässt, bei Seibolzing geht es nicht um den virtuosen Alleingang eines modernen Saxophonisten, sondern vielmehr um das Erzählen der Geschichte, die sich hinter jedem einzelnen Stück verbirgt. Die Musik ist frisch und frech und bedient gleichsam Herz wie Hirn, verbindet musikalische Attraktivität mit hintergründigem Storytelling. Neben Saxophonist und Komponist Niko Seibold spielt der Freiburger Schlagzeuger Frederik Heisler, und zusammen mit dem jungen australischen Posaunentalent Raphaël Rossé und der venezolanischen Kontrabass-Legende Roberto Koch ist die Besetzung so bunt und variantenreich wie die Musik. 2018 ist das Debüt des Quartetts beim Basler Label HOUT records erschienen.

Niko Seibold | Altsaxophon, Sopransaxophon
Raphaël Rossé | Posaune, Euphonium
Roberto Koch | Kontrabass
Frederik Heisler | Schlagzeug

Coastline Paradox

Coastline Paradox ist ein junges Quintett aus Deutschland, Österreich und Italien. Gegründet wurde das Ensemble 2017 von Richard Köster. Inspiriert und angetrieben wird ihre Musik vom Phänomen des Küstenlinienparadoxons: Als Küstenlinienparadoxon bezeichnet man die Beobachtung, dass die Küstenlinie einer Landmasse keine eindeutig definierbare Länge hat. Vielmehr hängt die Länge vom Maßstab der Messung ab. Die Länge jeder Küstenlinie strebt aufgrund ihres fraktalen Charakters bei immer kleinerem Maßstab gegen unendlich. An jeder Küstenlinie verschmelzen Unterschiedliches und Entferntes zu einer Mischung, die nur genau dort zu finden ist. Je genauer man diesen Bereich betrachtet, desto mehr wundersame Feinheiten findet man. Die Musik von Coastline Paradox bewegt sich in genau diesem Grenzbereich zwischen verschiedensten Welten und widmet sich der Liebe zum Detail. Denn spannend wird es da, wo ein musikalisches Meer der Möglichkeiten auf die Kultur und Erfahrung des Festlands trifft. Dort, wo man Sand und Sonne oder Gischt und Gewitter findet. Ein Ort, an dem man mal leise lauschen will.

Richard Köster | Trompete, Flügelhorn
Damian Dalla Torre | Tenorsaxophon
Felix Römer | Piano
Marc Mezgolits | Bass
Valentin Duit | Schlagzeug


FINALIST/INNEN KOMPOSITIONSPREIS:

Christina Fuchs

Die Komponistin und Saxophonistin/Klarinettistin Christina Fuchs studierte Komposition bei Joachim Ullrich und Siegfried Koepf in Köln, bei Maria Schneider in New York sowie George Russell in Boston. Sie erhielt nationale und internationale Komponist/innenpreise, unter anderem Scrivere in Jazz Italien/Sardegna und 2014 den WDR Jazzpreis für Komposition. Zuletzt war Fuchs Preisträgerin des Annual Jazz Competition Contest for Women Composers in Seattle/USA 2017.





Benjamin Schaefer

Benjamin Schaefer studierte Jazzklavier und Komposition an der HfMT Köln. Er erhielt zahlreiche Preise und Förderungen für seine Projekte Benjamin Schaefer Trio (2004–14), Expressway Sketches (seit 2008), Quiet Fire (seit 2014) und Hive Mind (seit 2018). Die Arbeit dieser Projekte ist auf mittlerweile neun Alben dokumentiert, die sich national wie international bester Kritiken erfreuen. Konzerttourneen führten ihn bereits in sechsundzwanzig Länder auf vier Kontinenten.




Mareike Wiening

Die aus Erlangen stammende Schlagzeugerin und Komponistin Mareike Wiening hat die letzten sechs Jahre in Brooklyn gelebt und gearbeitet. Sie hat an den Musikhochschulen Mannheim und Kopenhagen ihren Bachelor und Master of Music erworben. Außerdem ist sie zweifache Stipendiatin des DAAD mit dem Abschluss Master of Music der New York University. Neben ihrer freischaffenden Tätigkeit als Jazzmusikerin in verschiedenen internationalen Projekten und Ensembles in New York und Europa leitet sie ihr eigenes Quintett. Mit dieser Band wird Wiening im Oktober 2019 ihre neue CD „Metropolis Paradise“ bei Dave Douglas Greenleaf Records in den USA und Europa veröffentlichen.




Datum: 15.02.19

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Masterclass mit Renaud Garcia-Fons


16.03.2019, 12.00-16.00, Musikhochschule Mannheim, N7 18, 68161 Mannheim, Kammermusiksaal.

Die Musik von Renaud Garcia-Fons, geschrieben als auch improvisiert, schlägt Brücken zwischen Jazz, klassischer und zeitgenössischer Musik, aber auch traditioneller Musik des Mittelmeerraumes und der östlichen Welt.  Basierend auf seinen Kompositionen und bestimmten technischen Besonderheiten seiner musikalischen Karriere bietet Renaud Garcia-Fons eine Masterclass zu denverschiedenen Spielarten des Kontrabasses an. Die Masterclass ist schwerpunktmäßig dem Erlernen von Spieltechniken dieses Instruments gewidmet.  Garcia-Fons beginnt mit der Präsentation und Aufführung einiger seiner Solo-Stücke, die diese verschiedenen technischen Aspekte sowohl mit dem Bogen als auch in Pizzicatti veranschaulichen.

Nach einer Gesprächsrunde mit den Teilnehmern wird er auf die Einzelheiten dieser verschiedenen technischen Aspekte eingehen:

– Haltung und Balance des Kontrabasses
– Gewichtsmanagement der Arme
– Rolle des Handgelenks in der Bogentechnik
– Das rhythmische Spiel mit dem Bogen: die Jazzphrasierung
– Arbeit mit der linken Hand auf der rechten Tonhöhe, Rolle der Position des Daumens.
– Die Möglichkeit von Ornamenten
– Die verschiedenen Phrasierungen mit Bogen und Pizzicato
– Einige technische Elemente über Pizzicato, insbesondere bezogen auf den Kontrabass im Flamenco.

Darüber hinaus wird er auf dem lyrischen Ausdruck des Instruments und seiner melodischen Rolle abseits des traditionellen Kontrabasses eingehen.

Kosten: 60€ / Studierende und Mitglieder der IG JAZZ: 40€ / für Studierende der Musikhochschule Mannheim gibt es ein Kontingent an Freiplätzen.

Anmeldung unter ig-jazz-rn@web.de, Infos unter: www.ig-jazz.de Am 15.3. wird Renaud Garcia-Fons im Rahmen der Eröffnung des Neuen Deutschen Jazzpreises in der Alten Feuerwache in Mannheim ein Solokonzert geben.

Datum: 13.02.19

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Die Vorauswahl ist getroffen!

Die Jury – bestehend aus Christian Eckert, Ubbo Gronewold, Uli Holz, Elfi Kleiss, Tamara Lukasheva, Jonas Pirzer,
Frank Schindelbeck und Paul Stolze – hat aus allen Einreichungen dem Kurator folgende 13 Bands für den Bandpreis empfohlen:

Benedikt Koch Quintet
Coastline Paradox 5
DER MOMENT
Fearless Trio
Inverted Querx

Katrin Scherer`s CLUSTER Quartet
LIUN + The Science Fiction Band
Lucia Cadotsch „Speak Low“

Of Cabbages And Kings
Philipp Gerschlauer Quartett
Seibolzing
Shreefpunk und Stax

Aus der Vielzahl von Bewerbungen aus ganz Deutschland wählte die Jury – bestehend aus Marcus Armani, Uli Holz, Alexandra Lehmler, Paul Stolze und Rainer Tempel – in einem anonymisierten Verfahren die folgenden sechs Komponistinnen und Komponisten für den Kompositionspreis aus:

Sebastian Böhlen
Christina Fuchs
Peter Lehel
Apollonio Maiello
Benjamin Schaefer
Mareike Wiening

Datum: 23.12.18

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Die Bewerbungsphase für den Neuen Deutschen Jazzpreis 2019 ist nun beendet. Bis zum 30.11.18 können sich KomponistInnen jedoch noch mit ihren Kompositionen für den Neuen Deutschen Kompositionspreis bewerben. Teilnahmebedingungen und Anmeldeformular können hier heruntergeladen werden.

Beim Neuen Deutschen Kompositionspreis entscheidet am Ende ebenfalls das Publikum. Gewünscht ist eine Jazz-Komposition für die von der IG JAZZ festgelegte Besetzung: chromatische Mundharmonika, Trompete oder Flügelhorn, Vibraphon, Kontrabass und Schlagzeug. Die Wettbewerbskompositionen werden von der von der IG JAZZ zusammengestellten Band zur Eröffnung präsentiert und das Publikum stimmt direkt danach über die Gewinnerkomposition ab.

Vorverkauf Neuer Deutscher Jazzpreis:
Ab sofort können Tickets für Kurator-Konzert/ Kompositionspreis (15.03.19) und Wettbewerbskonzerte (16.03.19) hier erworben werden. Einen Festivalpass für beide Wettbewerbstage gibt es hier.

Datum: 01.11.18

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Ab sofort können sich KomponistInnen für den Kompositionspreis bewerben!

Im Jahr 2019 vergibt die IG Jazz Rhein-Neckar e.V. in Kooperation mit der Alten Feuerwache Mannheim gGmbH bereits zum 14. Mal den Neuen Deutschen Jazzpreis. Er ist mit 10.000 Euro der höchstdotierte Bandpreis für professionelle Jazzbands und der einzige Publikumspreis der deutschen Jazz-Szene. Das Festivalwochenende findet am 15. und 16. März 2019 in der Alten Feuerwache Mannheim statt.

Eine Jury wählt aus den meist über 200 Bewerberbands in einer anonymisierten Anhörsession zehn Bands aus. Der jährlich wechselnde Kurator – immer ein international anerkannter Jazzmusiker – bestimmt aus dieser Vorauswahl drei Bands, die in Mannheim auftreten werden. Das dort anwesende Publikum entscheidet direkt nach den Konzerten mit Stimmzetteln, wer der Gewinner des mit 10.000 Euro dotierten Bandpreises und des mit 1.000 Euro dotierten Solistenpreises sein soll.

Kurator wird der französische Kontrabass-Virtuose Renaud Garcia-Fons (Video) sein, welcher am Freitag, den 15.03.19 ein Solokonzert in der Alten Feuerwache Mannheim geben wird. Die Wettbewerbskonzerte der drei vom Kurator vorausgewählten Bands und die Publikumsabstimmung über die Preisträger finden am Samstag, den 16.03.2019 statt.

Bands können sich für den Neuen Deutschen Jazzpreis 2019 bewerben. Teilnahmebedingungen und Anmeldeformular kann hier heruntergeladen werden. Anmeldeschluss ist der 30.10.2018.

Auch den mit 2.000 Euro dotierten Neuen Deutschen Kompositionspreis wird es in 2019 wieder geben. Hier entscheidet am Ende ebenfalls das Publikum. Der Neue Deutsche Kompositionspreis ist kein Arrangement-Preis, gewünscht ist vielmehr eine Jazz-Komposition für die von der IG JAZZ festgelegte Besetzung: chromatische Mundharmonika, Trompete oder Flügelhorn, Vibraphon, Kontrabass und Schlagzeug. Die Wettbewerbskompositionen werden von der von IG JAZZ Mitglied Jens Bunge zusammengestellten Band zur Eröffnung präsentiert und das Publikum stimmt direkt danach über die Gewinnerkomposition ab.

KomponistInnen können sich ab sofort für den Neuen Deutschen Kompositionspreis bewerben. Teilnahmebedingungen und Anmeldeformular kann hier heruntergeladen werden. Anmeldeschluss ist der 30.11.2018.

Datum: 01.09.18

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