Neuer Deutscher Jazzpreis 2015

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10 Jahre Neuer Deutscher Jazzpreis

 

>Der Rückblick
Vielen Dank an artmetropol.tv für die diesjährige visuelle Erinnerungsstütze.

>Das Programm

Freitag, 13.03.2015, 20.00 Uhr (Einlass 19.00 Uhr)
Alte Feuerwache Mannheim [Brückenstraße 2], VVK 22Euro*/AK 26Euro. Festivalpass VVK 25Euro*/AK 30Euro * zzgl. Gebühren

Vorverkauf

Jazzlabor Special feat. Jürgen Friedrich
Michael Schreiner – Saxophon
Jürgen Friedrich – Klavier / Komposition
Tobias Schmitt – Kontrabass
Dominik Fürstberger – Schlagzeug

Eröffnungskonzert: Kenny Garrett Quintet
Kenny Garrett – Saxophon
Vernell Brown – Klavier
Corcoran Holt – Bass
Rudy Bird – Perkussion
McClanty Hunter – Schlagzeug

Afterhour-Session mit Itchy Pants
café|bar Alte Feuerwache

Paul Stoltze – Tenorsaxophon
Philipp Weiß – Piano
Simon Seeleuther – Gitarre
Heiko Duffner – Bass
Thorsten Rheinschmidt – Drums


Samstag, 14.03.2015, 20.00 Uhr (Einlass 19.00 Uhr)
Alte Feuerwache Mannheim [Brückenstraße 2], VVK 15Euro*/AK 19Euro. Festivalpass VVK 25Euro*/AK 30Euro * zzgl. Gebühren

Vorverkauf

Wettbewerbskonzerte: Filippa Gojo Quartett / Lutz Häfner & Rainer Böhm Plus Celli / Andreas Matthias Pichler

 

>Die Finalisten

Filippa Gojo Quartett

Filippagojoquartett1-vkFilippa Gojo – Gesang
Sebastian Scobel – Klavier
David Andres – Kontrabass
Lukas Meile – Perkussion

Das im April 2013 erschienene Debüt-Album „Nahaufnahme“ erzählt wie ein Lebenssoundtrack von stressigen Alltagsszenen („Rush Hour“), lebendigen Erinnerungen an längst vergangene Momente („Lost In A Flashback“) und verwirrter Verliebtheit („Confusão“).

 

„Die Liedtexte gehen über reine Beschreibungen hinaus“, erklärt Filippa Gojo. Vertraute Situationen und Gefühle, wie man sie selbst schon erlebt oder von Freunden erzählt bekommen hat, erwachsen vertont vor dem geistigen Auge.
„Wir wollen dem Zuhörer im doppelten Wortsinn eine Nah-Aufnahme präsentieren.“ Dafür greift das Quartett auf eine große dynamische Bandbreite zurück – von leisen Percussionsounds bis hin zum Megaphonsolo. Neben englischen und portugiesischen Texten erklingt auch ein Jazzstandard, neu bearbeitet im Dialekt der Vorarlberger Heimat der Sängerin. So schafft „Nahaufnahme“ ein abwechslungsreiches wie im positiven Sinne herausforderndes Klangerlebnis, das durch seine Vielseitigkeit und Authentizität besticht und dabei die Grenzen konventioneller Stilrichtungen spielerisch überwindet.

www.filippagojo.de

 

Lutz Häfner & Rainer Böhm plus Celli

Lutz Häfner – Saxophon
Rainer Böhm – Klavier
Cornelius Boensch – Cello 1
VeroniKa Zucker – Cello 2
Irene von Fritsch – Cello 3
Nayon Han – Cello 4

Nach den gemeinsamen Projekten „RAL3“ und „Bar Talk with Bela“ haben Lutz Häfner und Rainer Böhm mit ihrem letzten Album „Deep“ eine unglaublich schöne und sehr intime CD vorgelegt. Über diesen letzten Streich des Duos äußern sich die Kritiker in den höchsten Tönen:

„Was Lutz Häfner und Rainer Böhm hier miteinander austauschen, ist an Virtuosität und entwaffnender Schnörkellosigkeit nicht zu übertreffen. […]
Unüberhörbar die große und scheinbar ungezwungene stilistische Vielfalt, mit der beide Musiker streckenweise fast unorthodox zwischen den Dekaden improvisieren. Zitate und Phrasierungen, die im Falle Häfners mal nach Benny Golson oder gar Don Byas klingen können, finden im nächsten Anlauf sofort ihr zeitgenössisches Gegengewicht. […] Bravi!“ (Till Brönner)
Auf ihrer neuesten Einspielung „No Lonely Nights“ geht das Duo nun noch einen Schritt weiter. Die gemeinsame Liebe für Orchestrale Werke findet Einzug in Ihre Kompositionen. Da das favorisierte Streichinstrument beider das Cello ist, lag es nahe, hauptsächlich auf diesen Klangkörper zu setzen. Mit 4 Cellisten haben die beiden nun die Möglichkeit, intimste Nuancen zu transportieren sowie die enorme Klanggröße dieses Ensembles zu nutzen.

 www.lutzhaefner.de

Andreas Matthias Pichler
Andreas Pichler – Gesang, Banjo, Schlagzeug
Matthias Pichler – Gesang, Kontrabass

Wo genau verlaufen die Grenzen zwischen Jazz auf der einen und Folk, Rock und Pop auf der anderen Seite? Worin genau unterscheiden sich amerikanische Traditionen von den musikalischen Überlieferungen Europas? Und was macht die Alpengipfel anders als die „Mountain Tops“ der Rocky Mountains? All diese Fragen drängen sich auf, wenn man die Musik der Pichler-Brüder hört.


Unentwegt unterwegs, lasen sie jeweils auf, was sie am Wegesrand fanden, um all das auf ihrer eigenen, akzentuiert beiläufigen Spielweise auszukippen.
„The Waltz Of Our Hundred Kids“ ist ein Jazzalbum ohne vordergründigen Jazz, ein Fachwerkhaus aus naturbelassenen Songs, dessen Zwischenräume mit urbanem Jazz ausgestopft sind. Kurz gesagt, es ist ein Album, dessen verbale Beschreibung immer nur auf einen hilflosen Spagat hinauslaufen muss. Gegen dieses Dilemma hilft nur eines: Hören, verinnerlichen und immer wieder hören.

www.andreasmatthiaspichler.com 

>Das Jazzlabor Spezial feat. Jürgen Friedrich
Michael Schreiner – Saxophon
Jürgen Friedrich – Klavier / Komposition
Tobias Schmitt – Kontrabass
Dominik Fürstberger – Schlagzeug

Seit Jahren nun schon unterstützt Jürgen Friedrich seine Studierenden beim Schreiben von Musik. Er unterrichtet Komposition im Studiengang Jazz/Popularmusik an der Mannheimer Musikhochschule. Viele neue Werke haben es seitdem auf die Bühnenbretter der Alten Feuerwache geschafft, von einzelnen Stücken bis zu ganzen Programmen bei den Abschlusskonzerten des Masterstudiengangs.
Heute Abend ist hier jetzt endlich wieder einmal auch seine Musik zu hören. Der in Köln lebende Niedersachse mit baden-württembergischen Wurzeln hat komplexe Musik für große Besetzungen geschrieben. So zum Beispiel in dem Zyklus „Monosuite“ für Streichorchester und Improvisatoren, wo Elemente von moderner Klassik, improvisierter Musik und Jazz verbunden sind. Auf der anderen Seite hat er aber auch eine geheime Leidenschaft für Songs, für das Destillieren von Ideen und die Suche nach der Essenz.
Das Einfache ist das Schwerste. Auf Einladung der IG Jazz Rhein-Neckar hat er neues Material geschrieben und mit ausgesuchten Kompositionen aus seinem Fundus kombiniert. Die Band wurde eigens dafür aus ehemaligen Studierenden zusammengestellt. Michael Schreiner, Tobias Schmitt und Dominik Fürstberger sind inspirierte und viel beschäftigte Protagonisten der aktuellen Szene, die ihren eigenen Blickwinkel mitbringen.

>Der Kurator

Kenny Garrett 
mac1078_kennygarrett_pr3_013rgb300_bykeithmajor__thumbDer aus Detroit, Michigan, stammende Grammy-Award-Gewinner Kenny Garrett gilt laut New York Times als einer der meist verehrten Altsaxophonisten des Jazz seit Charlie Parker.
Nach seinem kometenhaften Aufstieg in den 1970er-Jahren gilt Garrett heute, nach seiner mittlerweile 30-jährigen Karriere, als der herausragende Altsaxophonist unserer Zeit. Ob als Mitglied der Duke Ellington Bigband oder während seiner vielen Gastspiele unter anderem mit Jazz-Legende Miles Davis, in dessen Band er fünf Jahre lang festes Mitglied war, mit Trompeter Freddie Hubbard oder Art Blakey & The Jazz Messengers, in jeder Besetzung besticht Garrett mit einem kraftvollen, melodischen Spiel und natürlich mit seinem eigenen, unverwechselbaren Sound.

Seit nunmehr 20 Jahren tritt Garrett selbst als Bandleader auf, was den Saxophonisten in vielerlei Hinsicht, vor allem jedoch als Komponisten forderte und wachsen ließ. Auf seinem aktuellen Album „Seeds From The Underground“ beweist Garrett jedoch nicht nur sein kompositorisches Geschick, sondern zeigt auch eindrucksvoll, wie das Komponieren den Horizont seines Spiels erweitert hat.
Mit gewohnter Leichtigkeit und frischen Songs im Gepäck bringt Garrett es aufs Neue fertig, seine musikalische Individualität spielend und begeisternd in Szene zu setzen. „Seeds From The Underground“ ist die kraftvolle Rückkehr zum Straight-ahead-Jazz in pulsierender Quartettbesetzung und markiert eindrucksvoll den aktuellen Stand dessen, was auch in Zukunft eine faszinierende musikalische Reise für Kenny Garrett und seine Zuhörer sein wird.
So ist das aktuelle Album nicht nur ein bedeutendes musikalisches Statement dieses Ausnahmesaxophonisten, sondern gleichzeitig auch der real gewordene Beweis für sein kontinuierliches Wachsen als Musiker im Allgemeinen und als Komponist im Besonderen. Garretts aktuelle Band ist den besonderen Herausforderungen der neuen Platte bestens gewachsen und so bieten Kenny Garrett , Vernell Brown, Corcoran Holt, Rudy Bird und McClanty Hunter im Rahmen des Neuen Deutschen Jazzpreises 2015 in Mannheim eine süchtig machende Mischung aus Spielfreude, Können und interaktivem Jazz in einem modernen, strukturierten Rahmen.

 

>Die Bands
Diese Bands wurden an den Kurator Kenny Garrett weitergeleitet:

Andreas Matthias Pichler
Andromeda Mega Express Orchestra Benjamin Weidekamp Quartett
Benjamin Weidekamp Quartett
CNIRBS
Filippa Gojo Quartett
Jean Quadrat
Kathrin Lemke Quartett – My Personal Heimat
Lutz Häfner & Rainer Böhm Duo plus Celli
Peter Ehwald’s Double Trouble
Sebastian Böhlen Quartet
Simon Kanzler’s Talking Hands
Stefan Karl Schmid – SCHMID’s HUHN
Stefan Karl Schmid / Philipp Brämswig Quartett Tobias Christl WILDERN

 

Im Jahr 2015 vergibt die IG Jazz Rhein-Neckar e.V. in Kooperation mit der „Alten Feuerwache Mannheim GmbH“ bereits zum zehnten Mal den „Neuen Deutschen Jazzpreis Mannheim“.

Das Festivalwochenende findet am 13. und 14. März 2015 in der „Alten Feuerwache“ Mannheim statt. Es ist mit 10.000.- Euro der höchstdotierte Bandpreis für professionelle Jazzbands und der einzige Publikumspreis der deutschen Jazzszene.
Die Wettbewerbskonzerte der drei vorausgewählten Bands und die Publikumsabstimmung über die Preisträger finden am Samstag, den 14.03.2015 statt.

Ausgeschrieben und organisiert wird der Neue Deutsche Jazzpreis von der IG-Jazz Rhein-Neckar, einem Verein von Jazzmusikern, der sich seit über 20 Jahren für die Förderung des Jazz einsetzt.
Bewerben können sich alle professionellen Bands, deren Mitglieder zur Mehrzahl in Deutschland leben. Es gibt keine Stil- oder Altersbegrenzung.

Eine Vorjury (u.a. unter Beteiligung der IG Jazz, des Jazzinstitutes Darmstadt und mehrerer Journalisten) wählt aus den Bewerberbands (dieses Jahr waren es über 200) in einer anonymisierten Anhörsession 10 Bands aus, die dann dem Kurator geschickt werden. Der Kurator, immer ein international anerkannter Jazzmusiker, wechselt jedes Jahr, damit der Preis stilistisch offen bleibt. Die bisherigen Kuratoren waren Alexander von Schlippenbach, Wolfgang Muthspiel, Jasper van’t Hof, Joachim Kühn, Kenny Wheeler, Bojan Z., Django Bates, Louis Sclavis und Tomasz Stanko. Der Kurator wählt drei Bands aus, die am 14.03.2015 in Mannheim auftreten.
Das dort anwesende Publikum entscheidet direkt nach den Konzerten mit Stimmzettel, wer der Gewinner des mit 10.000.- Euro dotierten Bandpreises und des mit 1.000.- Euro dotierten Solistenpreis sein soll.

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