Neuer Deutscher Jazzpreis 2014

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>Der Rückblick
Vielen Dank an artmetropol.tv für die diesjährige visuelle Erinnerungsstütze.

>Die Gewinner
Gewinner des mit 10.000 € dotierten MVV Energie-Bandpreises: Sternal& Valk sowie Tria Lingvo

Sternal_Valk Tria_Lingvo

 

 

 

 

 

 

 

 

Gewinner des mit 1.000 € dotierten SIGNUM comunication-Solistenpreises: Claudius Valk (Sternal&Valk)

Claudius_Falk

 

 

 

 

 

 

>Das Programm

Freitag, 14.03.2014, 20.00 Uhr (Einlass 19.00 Uhr)
Alte Feuerwache Mannheim [Brückenstraße 2], VVK 15Euro*/AK 19Euro. Festivalpass VVK 20Euro*/AK 25Euro * zzgl. Gebühren
Vorverkauf

Jazzlabor Mannheim-Luxembourg
Thomas Siffling – Trompete
Pascal Schumacher – Vibraphon
Matthias Debus – Bass
Paul Fox – Schlagzeug

Eröffnungskonzert: Tomasz Stanko New York Quartet
Tomasz Stanko – Trompete
David Vireilles – Piano
John Hébert – Bass
Gerald Cleaver – Schlagzeug

anschließend Afterhour-Session
café|bar Alte Feuerwache


Samstag, 15.03.2014, 20.00 Uhr (Einlass 19.00 Uhr)
Alte Feuerwache Mannheim [Brückenstraße 2], VVK 15Euro*/AK 19Euro. Festivalpass VVK 20Euro*/AK 25Euro * zzgl. Gebühren

Wettbewerbskonzerte: Subtone / Sternal & Valk / tria lingvo

 

>Die Finalisten
Subtone
subtone_2012_01 KopieMagnus Schriefl – Trompete, Flügelhorn
Malte Dürrschnabel – Saxophon, Klarinette
Florian Höfner – Piano
Matthias Pichler – Bass
Peter Gall – Schlagzeug

Seit über acht Jahren zelebrieren die fünf jungen Musiker, allesamt durch eine langjährige Freundschaft tief verbunden, einen absolut klischeefreien, charaktervollen und eigenen Sound.
Vier veröffentlichte Alben, über 250 Konzerte mit Gastspielen in Nord- und Südamerika und bei einigen der bedeutendsten europäischen Festivals sowie zahlreiche Preise zeugen davon, dass sich Subtone mittlerweile auch international einen Namen gemacht hat.
Einfallsreiche und durchdachte Kompositionen treffen auf unbändige Improvisationen.
Im Kollektiv macht sich Subtone auf die Suche nach Farbenreichtum, musikalischen Überraschungen, schlichter Schönheit und mitreißendem Groove.
Die Neue Musikzeitung schreibt:
„…schnell wird klar, dass es einzig allein um die Musik geht, um ein Gesamtbild, um Stimmungen,
Gefühle, Farben, Einflüsse, die verarbeitet werden müssen. Nicht ein einziges Stück folgt dem Thema-Chorus-Thema-Schema, mit dem es sich Jazzmusiker oft viel zu einfach machen. Allzu viel Ambition aber wird klug ausgebremst, wenn sie den Fluss des Geschehens zu behindern droht. Ein Solo erfolgt, wenn es Sinn macht, wenn die dichten Texturen der Kompositionen dramaturgisch nach Auflockerungen verlangen.“
Soeben veröffentlichte die Gruppe ihr neuestes Album „Roswitha’s Revenge“ (Laika Records).

Sternal & Valk
Sternal&ValkSebastian Sternal – Piano
Claudius Valk – Saxophon

Claudius Valk und Sebastian Sternal gehen auf kammermusikalische Entdeckungsreise! Spontan und kommunikativ erforschen sie legendäre Jazz-Standards und eigene Kompositionen. Der Name ihrer neuen CD „Lichtspielhaus“ ist Programm, denn beide beherrschen meisterhaft das Spiel mit Licht, Farben und Klängen, und – sie sind Geschichtenerzähler! Geschichten aus Köln, New York, Paris – mal aufregend, mal beruhigend, mal alltäglich und bisweilen sentimental. Musik wie Kino – Film ab!

Claudius Valk ist Folkwangpreisträger für Musik, reiste in Ensembles mit zeitgenössischer Musik und Jazz um die ganze Welt und stand u.a. mit Joachim Kühn, David Liebman und Kenny Wheeler auf der Bühne. Er lehrt Jazz-Saxophon an den Musikhochschulen in Köln und Maastricht.

Sebastian Sternal ist Preisträger des ECHO Jazz 2013, des Concours Piano Jazz Martial Solal 2010 und des WDR Jazzpreis 2007. Er gab u.a. Konzerte mit David Binney und Dee Dee Bridgewater. Sein elfköpfiges Ensemble „Sternal Symphonie Society“ vereint herausragende junge Musiker aus Jazz und Klassik. Sternal lehrt Jazz-Theorie und –Klavier an der Hochschule für Musik Köln und ist Professor für Jazzklavier an der Hochschule für Musik Mainz.

tria lingvo
Trai LingvoJohannes Lemke – Sopransaxophon
André Nendza – Bass
Christoph Hillmann – Schlagzeug & Percussions

Seit nunmehr 10 Jahren bereichert tria lingvo die deutsche Jazzszene. Zuletzt auf der German Jazz Night im Rahmen der jazzahead! in Bremen oder auf dem Eröffnungskonzert des „Vive le Jazz“ Festivals in Bonn.
Gemeinsam durchstreifen sie eloquent und vital, abenteuerlustig und risikobereit die Grenzbezirke zwischen ethnischer Inspiration und improvisierter Musik. Spielfreude und Format der drei Extraklasse-Musiker versprechen mehr als nur ein Konzert.
Mit ihrem aktuellem Programm „at its purest“ (Anfang 2012 im Sendesaal des Deutschlandfunks in Köln eingespielt) geht Tria Lingvo (Esperanto für „dritte Sprache“) seinen erfolgreichen Weg konsequent weiter und wird dabei sein Publikum auch „live“ weiterhin unterhaltsam, kurzweilig und doch anspruchsvoll „in ihren Bann ziehen“ (Rheinische Post).

gitarre & bass: (…) Es gibt ein europäisches Jazz-Leben außerhalb von Skandinavien!
Jazzzeit (CH): (…) eine äußerst gute Platte (…)
WDR: (…) wunderbarer Akustiksound. (…)

jazzdimensions: (…) Hier macht eine Kleinstformation ohne Harmonieinstrument Musik, die nur im Laufe der Zeit reifen und sich entwickeln konnte. So wie ein guter Wein eben, der auch nicht von heute auf morgen zu seinem exquisiten Geschmack kommt. Wie das klingt? Eingängig und verspielt, fröhlich und dennoch nicht unkomplex.

Fuldaer Zeitung: (…) wunderbare Vision vom Zusammenspiel aller Welten.(…)

jazzthetik: (…) großes Geschichtenerzähl-Potential (…)
Kölnische Rundschau: (…) So erlebte man einen Jazzabend voll kammermusikalischer Raffinesse, der mit einer anregenden Mischung aus lyrisch-verträumten und rhythmisch-impulsiven Klängen begeisterte.

Rhein-Necker Zeitung: (…) Glühende Linien, kühn verzweigte Soli, das ist die Essenz dieser Musik. Dieser Jazz ist recht komplex, und doch schwingt das immer wie Hölle. (…) An Spielwitz, musikalischer Intelligenz, lustvoller Spontanität und Intuition ließ die Band keine Wünsche offen; zweifellos ein Fixstern in der avancierten Jazzszene unserer Republik.

 

>Das Jazzlabor
Mannheim-Luxembourg
Thomas Siffling – Trompete
Pascal Schumacher – Vibraphon
Matthias Debus – Bass
Paul Fox – Schlagzeug

Beim Jazzlabor erarbeitet ein Mannheimer Musiker, in diesem Jahr der Bassist Matthias Debus, ein Projekt mit Musikern aus der Metropolregion und einer Partnerregion. Dadurch ermöglichen wir neue Vernetzungen und Kontakte für die hiesigen Musiker, und den Partnerregionen einen Blick auf die hervorragende Mannheimer Jazzszene. Nach zwei sehr erfolgreichen innerdeutschen Kooperationen mit den Regionen Rhein/Ruhr und Köln wagen wir diesmal zum ersten Mal den Sprung über die Grenze: Ins Herzogtum Luxembourg. Fast unbemerkt hat sich dort eine sehr kreative Musikszene etabliert.
Mit Pascal Schumacher konnten wir einen weit über die luxemburgischen Landesgrenzen hinaus bekannten, international tätigen Vibraphonisten für das Projekt gewinnen. Mit seiner eigenen Band, dem „Pascal Schumacher Quartett“ erhielt Schumacher bereits einige der wichtigsten Auszeichnungen, u.a. auch den Echo Jazz. Zuletzt gewann er auch den „JTI Trier Jazz Award“ für seine interregionale Tätigkeit im Raum Saar-Lor-Lux, was ihn für ein Netzwerk-Projekt wie das Jazzlabor noch umso mehr prädestiniert.
Ebenso aus Luxembourg stammt Paul Fox, der allein schon durch die zwei Jahre, die er während seines Studiums an der Musikhochschule Mannheim verbrachte, eine enge Verbindung zum Rhein- Neckar- Raum hat. Nach weiteren Studienaufenthalten in Belgien und New York ist er mittlerweile wieder in Luxembourg tätig. Nicht nur als Schlagzeuger sondern auch als Komponist konnte er mit der CD „Submerging & Emerging“, die er bei Thomas Sifflings Jazz‘n‘Arts-Label veröffentlichte auf sich aufmerksam machen.
Der Rhein- Neckar- Raum wird von Thomas Siffling und Matthias Debus vertreten. Siffling, ehemaliger Preisträger des Landesjazzpreises Baden- Württemberg ist sowohl als Bandleader, als auch als Labelchef und Allround- Jazz-Netzwerker nicht aus der hiesigen Jazz-Szene wegzudenken.
Als zumeist aus der „hinteren Reihe“ heraus agierender Mann ist Matthias Debus ein in vielen Projekten und Bands der Region beschäftigter und bekannter Musiker und nicht zuletzt auch einer der ehrenamtlichen Stützen der IG-JAZZ Rhein Neckar.
Obwohl alle vier Musiker des Jazzlabor-Projekts vielfältige Verbindungen mit- und zueinander haben ist das Zusammenspiel in diesem Quartett für Musiker und Publikum eine spannende Premiere – die nach einem weiteren Konzert in Luxembourg hoffentlich noch zu weiteren Kooperationen führen wird.

>Der Kurator

2115.2.smallThomasz Stańko
Mit dem polnischen Tompeter Tomasz Stanko konnte die IG Jazz einen der innovativsten und kreativsten Musiker der europäischen Jazzszene als Kurator gewinnen. Gerade erst wurde er in Paris mit dem „Prix de Musicien Européen“ als Jazzmusiker des Jahres 2013 ausgezeichnet.
In den 60er Jahren war er Teil der starken polnischen Jazzszene und wurde bekannt durch seine Arbeit mit den Pianisten Adam Makowicz und Krysztof Komeda. Schon bald spielte er aber auch mit amerikanischen Jazzgrößen wie Don Cherry, Jack de Johnette, Dave Holland, Lester Bowie, David Murray, Cecil Taylor Gary Peacock aber auch mit herausragenden Musikern der skandinavischen Jazzszene wie Arild Andersen und Bobo Stenson und mit Manu Katché.

Seit fünf Jahren besitzt Stanko ein Appartment in New York und pendelt zwischen Warschau und dem Big Apple hin und her. Mit 70 Jahren ist Stanko immer noch offen für neue Ideen und Einflüsse. Als einer der Innovatoren des europäischen Jazz immer offen für die Jazztradition findet er in New York den Anschluss an die neuesten Jazzströmungen. Hier traf er den jungen aus Kuba stammenden Pianisten David Vireilles, mit dem er auf seinem neuen ECM-Doppelalbum “Wisłava” perfekt harmoniert. Der klassisch geschulte Vireilles verfügt über feine Antennen für Stankos Intuitionen. Längst wünscht sich Stanko einen Pool von Musikern, die seine offenen Kompositionen interpretieren können. Die gezielte Auswahl seiner Sidemen sei Teil des Konzepts, solche personellen Veränderungen hielten seine Musik frisch und sorgten für neue Impulse.
So wählte er speziell für diese Tour den Bassisten John Hérbert. Ursprünglich verwurzelt in der Cajun Tradition Louisiana‘s, wurde er in New York schnell einer der gefragtesten Sideman, u.a. mit Andrew Hill, Fred Hersch, Paul Motian, Lee Konitz aber auch Vertretern der jüngeren Szene wie dem Saxophonisten Tony Malaby.
Schlagzeuger Gerald Cleaver, ursprünglich aus Detroit, wurde in einem Artikel als „Downtown‘s hardest-working drummer“ bezeichnet. Craig Taborn, Ralph Alessi, Eddie Harris, Henry Threadgrill sind nur einige der Musiker, die ihn engagierten. Letztes Jahr gewann er die Kategorie „Rising Star“ im Jazzmagazin downbeat.

 

>Die Bands
Diese 14 Bands wurden an den Kurator Thomasz Stańko weitergeleitet:

Andreas Matthias Pichler
Blume
Christian Ugurel’s ‚Pep Ventura‘
Sternal&Valk
Der Moment
Double Trouble
Mifrás
Percussive Mechanics
Rebecca Trescher Fluxtet
Simon Kanzler – Talking Hands
Snooze-on
Subtone
The Willit Blend
Tria Lingvo

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