Neuer Deutscher Jazzpreis 2017

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Rückblick: Das Video zum Neuen Deutschen Jazzpreis 2017

Die Gewinner

Am 07. und 08. April 2017 hat die IG Jazz Rhein-Neckar e. V. zum zwölften Mal den Neuen Deutschen Jazzpreis in der Alten Feuerwache Mannheim vergeben. Nach mehreren herausragenden Konzerten, hat das Publikum am Ende entschieden, wer die drei Preise mit nach Hause nehmen darf:

 

Gewinner des mit 10.000.- Euro dotierten L-Bank-Bandpreises:
Tamara Lukasheva Quartett

 

 

 

 

 

Gewinner des mit 2.000.- Euro dotierten Neuen Deutschen Kompositionspreises:
Nicolai Pfisterer

 

 

 

 

 

 

Gewinnerin des mit 1.000.- Euro dotierten SIGNUM-communication-Solistenpreises:
Tamara Lukasheva

 

 

 

 

 

Die Finalisten

Philipp Brämswig Trio

Philipp Brämswig – Gitarre, Komposition
Florian Rynkowski – Bass
Fabian Arends – Drums

Das Trio aus jungen, gefragten Musikern der Kölner Szene um den Gitarristen Philipp Brämswig ist zurzeit auf Releasetour für seine vom Deutschlandfunk geförderte und von der Fachpresse sehr lobend aufgenommene CD „Molecular Soul“. Auf dieser schaffen sie Klangwelten jenseits von Stilgrenzen und erfreuen sich und die Zuhörer an ihrem berauschenden Zusammenspiel. Neben einer natürlichen Virtuosität ist vor allem die mal einfühlsame, mal zupackende Interaktion zum Markenzeichen der Band geworden. Die Kompositionen des Bandleaders sind Schmelztiegel verschiedenster musikalischer Einflüsse und vereinen Intellekt und Groove.
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Tamara Lukasheva Quartett

Tamara Lukasheva – Vocal
Sebastian Scobel – Piano
Jakob Kühnemann – Bass
Dominik Mahnig – Drums

Das junge Kölner Jazzquartett widmet sich ganz den Kompositionen der Musikerin und Sängerin Tamara Lukasheva. Die junge Ukrainerin war bislang vor allem als Sängerin erfolgreich, tritt nun aber vermehrt auch als Kompo­nistin und Arrangeurin in Erscheinung. Ihre Stücke verbinden folkloristische Elemente aus der Ukraine mit der Klangwelt des europäischen Modern Jazz und der zeitgenössischen Klassik. Sie folgen dabei einer detailliert durch­dachten Motiventwicklung und einem streng und klug geplanten Aufbau, lassen aber immer genügend Raum für expressive Soli. Die Melodien sind emotional eingängig und direkt, beruhen jedoch stets auf rhythmisch wie harmonisch raffinierten Strukturen. Bei aller hintergründigen Komplexität strahlen die Kompositionen eine eindringlich dichte Atmosphäre aus, die das Publikum in eine bemerkenswerte neue Welt einlädt.
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Maxime Bender Quartet

Maxime Bender – Saxophon
Simon Seidl – Piano
Oliver Lutz – Bass
Silvio Morger – Drums

Das Maxime Bender Quartet wagt einen entscheidenden Schritt nach vorne, indem es sich klar von den üblichen Wegen des klassischen Jazz distanziert. Die gewohnte Harmonie sowie die bekannte Rhythmusstruktur des klassischen Jazzquartetts fliegen auf; neue Frische und Freiheit dringen ein und erlauben spontane, musikalisch mitreißende Kommunikati­on. Mit beeindruckender Energie wird hier aus dem Vollen geschöpft und das Jazzquartett neu aufgelegt.

Maxime traf Silvio, Oliver und Simon, während er in Köln studierte, einer Stadt, die er als eine der größten Jazzszenen in Deutschland und Europa entdeckte. Die drei Musiker sind bereits sehr aktiv in der deutschen Jazzszene. Sie verpassen nicht eine einzige Gelegenheit, gemeinsam zu spielen, und das Bilden eines Quartetts war eine natürliche Konsequenz. Neben der Musik ist jetzt eine tiefe Freundschaft zwischen ihnen entstanden, die man in der Musik spürt.
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Heiko Duffner

begann 2005 er sein Studium der Jazz- und Popularmusik im Hauptfach Gitarre an der Musikhochschule Mannheim das er 2009 mit Diplom abschloss worauf 2011 der Master Abschluss folgte. Seitdem ist er als freischaffender Gitarrist und Komponist tätig: Zum Beispiel in Ballett- und Theaterproduktionen des Nationaltheaters Mannheim, mit dem Weltmusik-Ensemble Divan, oder mit seinem eigenen Trio Kompass.

 

 

 

Pavel Klimashevsky

schloss ein Jazz-Studium mit Hauptfach Kontrabass bei Vitold Rek 2012 erfolgreich ab, woraufhin er noch im gleichen Jahr seinen Master im Fach Komposition bei Prof. Jesse Milliner begann.

Klimashevsky arbeitete als Gast-Komponist und -Arrangeur für die HR Bigband, das Jazz- Orkestar Zagreb, die Junge Sinfonie Reutlingen und die polnische Capella Bydgostiensis. Seit 2015 leitet Klimashevsky sein Nonett und die Bigband der Hochschule für Musik in Mainz.

 

 

Nicolai Pfisterer

studierte von 2006-2010 Jazz-Saxophon bei Prof. Jürgen Seefelder an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim mit dem Abschluss Bachelor of Music. Bei Prof. Steffen Schorn absolvierte er seinen Master of Music von 2013-2015 an der Hochschule für Musik in Nürnberg. Seit 2015 hat er regelmäßigen Saxophon- und Kompositionsunterricht bei Karsten Gorzel in Freiburg. Sein familiärer Lebensmittelpunkt liegt seit Ende 2016 in Hemsbach.

Im Jahr 2015 erhielt er das Europäische Musikautoren- Stipendium (EMAS) der GEMA mit einem zweitägigen Workshop bei Jazzposaunist Nils Wogram mit Präsentation der eigenen kompositorischen Arbeiten.

Weiterhin ist er als Instrumentalpädagoge und Ensemblecoach tätig. Beim Ladenburger Jazzworkshop leitet er Kurse für Jazz-Saxophon, Arrangement/Komposition sowie Gehörbildung/Harmonielehre. Besonders liebevoll und detailreich komponiert er für seine Band SaxShop.

 

Die Kuratorin

Norma Winstone

Wir bedanken uns herzlich bei unserer Kuratorin Norma Winstone für die wundervolle Zusammenarbeit, ihr Engagement und das Konzert mit ihrem Trio am Eröffnungsabend.

Die 1941 in London geborene britische Jazz-Sängerin begann ihre Karriere in den 60er Jahren als eine der Pionierinnen der Vokalimprovisation. Sie gilt als „Grande Dame“ des europäischen Jazz-Gesangs. Schnell fand sie den Weg in die englische Avantgarde Szene und sang bald auch in den großen Formationen von Michael Garrick und Mike Westbrook mit. 1971 wurde sie vom Melody Maker als beste Jazzsängerin ausgezeichnet, was dazu führte, dass sie ihr erstes Album unter eigenem Namen, „Edge of Time“, aufnehmen konnte.

Sie ist eine virtuose und vielseitige Sängerin, die große Intervalle bewältigt und genauso flüssig wie jedes Instrument improvisiert. Sie ist als Jazzpädagogin an der Royal Academy of Music tätig.

Im Jahr 2001 gewann Norma Winstone den Titel „Best Vocalist“ beim BBC Jazz Award. Für 2009 wurde ihr der Jazzahead-Skoda-Award 2009 zugesprochen. Ihr 2007 gemeinsam mit Glauco Venier und Klaus Giesing eingespieltes Album Distances wurde 2009 für einen Grammy nominiert.

Das Festival


Freitag, 07. April 2017, 20.00 Uhr

Alte Feuerwache Mannheim [Brückenstraße 2]

Neuer Deutscher Kompositionspreis mit dem Haz’art Trio Extended

Die drei ausgewählten Komponisten waren:
Heiko Duffner
Pavel Klimashevsky
Nicolai Pfisterer

Die außergewöhnliche Band, für die komponiert werden sollte, ist im Kern das Haz’art Trio. Die Besetzung wurde von ursprünglich Oud, Kontrabass und Schlagzeug um die klassischen Jazzelemente Saxophon, E-Gitarre und Gesang erweitert.

Jan F. Kurth – Gesang
Fadhel Boubaker – Oud
Steffen Dix – Tenor- & Sopransaxophon
Jörg Teichert – Gitarre
Jonathan Sell – Kontrabass
Dominik Fürstenberger – Drums

 

 

Kuratorenkonzert: Trio – Winstone, Gesing, Venier

Norma Winstone – Gesang
Klaus Gesing – Sopransaxophon, Bassklarinette
Glauco Venier – Piano

Drei Namen. Drei Kulturen. Eine Musiksprache. Ein Unikum. Norma Winstone, Ikone des britischen Jazzgesangs, Klaus Gesing, begnadeter Klarinettist/Saxofonist und Komponist aus Deutschland, und Glauco Venier, gewitzter friaulischer Pianist und ebenfalls Komponist, begeistern seit über 15 Jahren gemeinsam Publikum und Fachpresse in Europa, Australien, Asien und den USA.

Das Trio verbindet verschiedene Musiktraditionen und -genres, von Jazzballaden über klassisch-zeitgenössische Kammermusik bis hin zum Volkslied. Und kreiert dabei auch Neues: neuen Kammerjazz mit ganz eigenständiger Poetik. „Ein großes kleines Gesamtkunstwerk“ nannte Peter Rüedi (DIE ZEIT) die 2008 erschienene und dann Grammy-nominierte CD „Distances“ (ECM). Und das sind auch „Dance Without Answer“ (ECM, 2013) und vor allem die Konzertauftritte des Trios: feingliedrige und zugleich dynamische Kammermusik auf höchstem Niveau, in der die instrumentalen Dialoge zwischen Gesing und Venier fantasievolle Vorlagen für den ausdrucksstarken Gesang Norma Winstones sind

Jazzpreis-Session

Nach dem Konzert der Kuratorin ging es weiter in der Café|Bar der Alten Feuerwache mit dem Jonas Kaltenbach Quintett.

Musik bildet Freundschaften – Freundschaften beflügeln Musik;
und weil sich mit und in dieser Mannheimer Band gute Freunde gefunden haben, die über ihr Dasein als Jazzstudenten hinaus viel Spaß miteinander haben, ist es kein Wunder, dass — wie im richtigen Leben auch — ihre Musik durch Spielfreude, gemeinsame Ziele, Empathie und Energie geprägt ist.

Kein Wunder, denn für die fünf „Leidenschaftsgenossen“ ist die Musik auf dem besten Weg ins „richtige Leben“. Sie ist somit nicht mehr nur Sinnbild und Plattform für Wortspiele in Bandbeschreibungen, sondern manifestiert sich in Rhythmen, Harmonien, Melodien, Improvisation und Interaktion — und führt letztendlich zu einer ernst zunehmenden Darstellung der Charaktere von:

Jojo Mann – Gitarre
Michael Schreiner – Saxophon
Paul Janoschka – Klavier
Ben Thomas – Kontrabass
Jonas Kaltenbach – Schlagzeug

 

 

 

Samstag, 08. April 2017, 20.00 Uhr
Alte Feuerwache Mannheim [Brückenstraße 2]

Bandwettbewerb

Die drei für die Wettbewerbskonzerte von Norma Winston ausgewählten Bands waren:
Philipp Brämswig Trio
Tamara Lukasheva Quartett
Maxime Bender Quartet

Die Sponsoren

Hauptsponsor des Bandpreises ist seit 2015 die L-Bank. Eingebettet in deren Engagement für die heimische Jazz-Szene hat die Förderbank des Landes Baden-Württemberg die Ausrichtung des Neuen Deutschen Jazzpreises auch 2017 unterstützt. Für die passende Gestaltung vom Plakat bis zur Facebook-Seite sorgt die Mannheimer Kommunikationsagentur Signum communication GmbH. 2017 hat die IG JAZZ Rhein-Neckar e.V. außerdem erstmalig einen weiteren Preis ausgeschrieben, den Neuen Deutschen Kompositionspreis. Ermöglicht wurde der Kompositionspreis durch die Förderung der Firma MST agion Funktionelle Oberflächentechnik.  Ausgerichtet wird das Festival in Kooperation mit der Alten Feuerwache Mannheim gGmbH. Ein großer Dank gilt auch der Stadt Mannheim und dem Kulturamt, die das Festival seit vielen Jahren fördern und immer zur Seite stehen. Außerdem bedanken wir uns beim Jazzinstitut Darmstadt für die langjährige Unterstützung.

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